Beim Hausarzt

Hallo Welt!

Endlich hat sich meine Partnerin dazu überwunden zum Hausarzt zu gehen. Sie hat schon seit ein paar Tagen starke Rückenschmerzen und die Schmerzmittel helfen leider nicht mehr. Selbst Wärme, die sonst gut tut, hat es nicht mehr besser gemacht.

Nun gut, sie hat mir also die Arbeitskleidung angezogen und wir sind los. Gehen konnte sie vor Schmerzen schon fast nicht mehr, also sind wir mit dem Bus gefahren. Das müssen wir sowieso für die Prüfung noch üben, weil wir sehr selten bis gar nicht die Öffis verwenden. Da sind einfach zu viel Leute drin.

Leider war der Bus voll und es ein bischen eng. Also musste sie stehen. Ich hab mich so hingesetzt, dass ich sie im Blick haben konnte. Doch AUTSCH! Da ist mir doch glatt ein Kind auf den Schwanz getreten. Ui. Da bin ich aber erschrocken und hab nen Satz gemacht. Ich glaub das nächste mal muss Klara sie sich dann doch überwinden und nach einem Sitzplatz fragen. Denn dann kann ich mit den Vorderpfoten auf ihren Schoß dasitzen und brauch weniger Platz.

Beim Doc war zum Glück nicht viel los und so konnten wir uns den Platz in der Ecke sichern. Im Wartezimmer bin ich schon voll routiniert: Hinlegen und schlafen. Warten ist immer etwas fad…

Uns gegenüber saß ne älter Dame und dann doch glatt versucht mich zu locken. Ich hab mal fragend Frauchen angeschaut – Darf ich? Doch sie hat den Kopf geschüttelt. War ja eigentlich eh klar. Also hab ich die Dame geflissentlich ignoriert – und wurde von meiner Partnerin gelobt und belohnt. Hihi. So kann man echt super Leckerlis abstauben 😉

Eine zweite Dame war ganz begeistert wie brav ich bin und hat gleich mal gefragt, ob ich ein spezieller Hund bin. Da kam von Frauchen das übliche blabla, dass ich ein Assistenzhund bin und was das ist.

Endlich kamen wir dran. Beim reingehen war ich etwas verwirrt. Normalerweise ist da bisher immer ne Ärztin dagewesen. Ich hab mich geschüttelt und nochmal geguckt. Nö, diesmal war da wirklich ein Mann. *am Kopf kratz* Also mal meine Partnerin angestupst. „Du. Siehtst du auch was ich seh? Ist das schon okay?“ Sie hat dann gesagt, dass alles passt. Vorsichtshalber hab ich mich trotzdem vor sie und somit zwischen sie und dem Arzt gesetzt. Man weiß ja nie…. Doch nach einiger Zeit hab ich gemerkt dass alles passt und mich doch hingelegt.

 

Nach dem Arztbesuch war meine Partnerin voll motiviert und wollte noch einkaufen gehen. Da gibt es so einen kleinen Spar in der Nähe und dort waren wir ja schon mal drinnen und haben aufgeklärt.

Alles hat super geklappt und Frauchen hat sich noch so gefreut, dass uns kein Mitarbeiter aufgehalten hat. Also hat sie dann gleich bei der Kasse noch gefragt, ob sie den Aufkleber „Assistenzhunde Willkommen“ an der Eingangstür anbringen darf. Uiuiuiuiui. Da gabe es die ersten fragenden Blicke. Der an der Kasse wusste schon mal nicht was überhaupt ein Assistenzhund ist. Also hat er mal seine Chefin geholt, damit das okay geben kann den Aufkleber anzubringen.

Die Frau kam und hat schon mal 3 Meter Abstand gehalten. Schräg. Und dann kam gleich als erster: „Hunde dürfen hier normalerweise nicht rein!“ Ich hab gedacht, ich bin im falschen Film – Frauchen wohl auch. Sie hat der Dame den Flyer hingehalten und gesagt, dass da das wichtigste draufsteht und ob sie nun den Aufkleber anbringen darf. Wieder nur fragende Blicke. Sie hat dann gemeint, dass sie das nicht entscheiden kann und Frauchen morgen nochmal anrufen soll, denn dann sei der Chef da. Damit sie auch schon abgerauscht. Wir blieben etwas verwirrt zurück.

Der junge Mann, der sie zuvor geholt hat war wohl auch etwas verwirrt davon und hat sich entschuldigt. Die Dame sei wohl etwas überfordert mit der Situation. Dann hat er uns noch die Nummer gegeben und erzählt, dass es hier oft etwas chaotisch abläuft und die Chefs gewisse Infos einfach nicht weiter geben.

Na gut, also werden wir morgen da mal anrufen. Wiedereinmal hat die Zentrale die Info einfach nicht weitergegeben. Und das obwohl wir da bereits mehrmals hingeschrieben hatten. Echt ärgerlich.

 

Fazit aus dem ganzen: Die Zentralen brauchen mal einen Tritt in den Allerwertesten, damit die Infos endlich weitergegeben werden. Und wenn man mal nicht von Mitarbeitern angesprochen wird, dann bedeutet das leider nicht, dass sie aufgeklärt wurden. Es bedeutet nur, dass sich entweder niemand traut was zu sagen, oder keiner zuständig fühlt.

Ach ja, aufklären, aufklären, aufklären!!

Wuff, eure Ylvi

 

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