Mach´s mir nach – Do as I do

Ylvi hab ich ja zum größten Teil selber ausgebildet. Doch besonders am Anfang brauchte ich doch immer wieder Hilfe wie ich eine Übung aufbauen soll. Zum Beipiel wie ich ihr beibringen kann das Licht einzuschalten. Hierfür musste ich die Aufgabe in viele kleine Sequenzen aufteilen und diese dann schritt für Schritt üben. Erst wenn Ylvi eine Sequenz super meisterte konnte ich zur nächsten übergehen und die Aufgabe schwieriger gestalten.

Hätte ich damals gewusst was ich heute weiß, dann hätte ich mir einiges leichter machen können.

Inzwischen trainiere ich bei der Bildungswerstatt für Mensch und Hund in Telfs. Einer der Trainer von dort hat mir eine interessante Technik gezeigt. Sie nennt sich “Do as I do“ oder “Mach’s mir nach“.

IMG_20160522_175122Im Prinzip lernt der Hund dabei durch Nachahmung. Sprich, ich mach etwas vor und er macht es mir nach.

Zu Beginn muss man dem Hund natürlich mal beibringen was man sich von ihm erwartet, nämlich jegliche Handlung nachzuahmen. Er muss also erst einmal die Beutung des Signals “Do it“ lernen.

Dafür verwendet man zu Beginn Aufgaben bzw Signale, die der Hund perfekt kann. Zum Beispiel auf ein Podest springen, sitz machen, Platz machen, sich drehen, usw.

Man schaut, dass der Hund seine Aufmerksamkeit auf einen richtet, macht die Übung vor und geht wieder zum Hund zurück. Dann kommt das neue Signal “Do it“ und im Anschluss das alte Signal zb Sitz. Mit der Zeit kann man das alte Singal weglassen und nur noch das Neue verwenden.

Das übt man mit 6 verschiedenen Signalen und danach kann man dem Hund durch Nachahmungslernen neue Aufgaben beibringen – wie zb das Licht anmachen.

Wie es genau funktioniert und was man alles dabei beachten sollte schreibt Claudia Fugazza in ihrem Buch “Do as I do – Machs mir nach!

Sie ist durch ihre Hündin India draufgekommen, dass diese durch Nachahmung gelernt hat den Wasserhahn aufzudrehen. Nach dieser Entdeckung hat Frau Fugazza ein Experiment gestartet, ob India auch andere Dinge durch das Nachahmen lernen kann. Als feststand, dass sie es kann hat Frau Fugazza sich an Professor Ádám Miklósi von der Abteilung für Verhaltensforschung an der Universität in Budapest gewandt um weitere Forschungen auf diesem Gebiet betreiben zu können.

Das Resultat ist das oben genannte Buch.

Das “Do as I do“ eignet sich sowohl als Trainingsmethode für Assistenzhunde als auch als nette Beschäftigung für normale Familienhunde.

Erhältlich ist das Buch hier.

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