PTBS-Assistenzhund

PTBS-Assistenzhunde zählen wie Blindenführhunde und Diabetikerwarnhunde in Österreich zu der Gruppe der Assistenzhunde. Genauer gesagt sind es Service- und Signalhunde. PTBS-Assistenzhunde werden speziell für die Einschränkungen einer komplexen posttraumatischen Belastungsstörung ausgebildet.

 

Sie werden speziell für ihre Arbeit ausgewählt und über 18 bis 24 Monate ausgebildet, um Aufgaben auszuführen, die aktiv das Leben mit der posttraumatischen Belastungsstörung erleichtern. Sie tragen dazu bei, die Einschränkungen im Alltag zu mindern und wieder ein lebenswertes Leben zu ermöglichen.

 

Ein PTBS-Assistenzhund wird individuell auf die Anforderungen und Einschränkungen für jeden Betroffenen ausgebildet.

 

Mögliche Aufgaben eines PTBS-Assistenzhundes:

„blocken“ nach vorne bei entgegenkommender Person

  • andere Menschen auf Distanz halten
  • Sicherheit geben in der Öffentlichkeit
  • Sicherheit an der Tür geben
  • bei Ecken voraus gehen
  • Dissoziation unterbrechen
  • Flashbacks unterbrechen
  • Panikattacke unterbrechen
  • nach einem Flashback oder einer Panikattacke beruhigen
  • nach einem Flashback oder einer Dissoziation helfen sich wieder im JETZT zurechtzufinden
  • selbstverletzendes Verhalten unterbrechen
  • Nach Hause oder zum Auto bringen – besonders bei dissoziativen Zuständen wichtig
  • Menschen anzeigen, die von hinten kommen
  • aus einer Menschenmenge raus führen
  • In Gebäuden (z.B. im Geschäft) zum Ausgang bringen

    Licht einschalten

    Licht einschalten

  • an die Medikamente erinnern
  • Medikamente bringen
  • Wasser bringen (z.B. um Medikamente einnehmen zu können)
  • Tür öffnen (z.B. um an ein Medikament zu kommen)
  • Handy bringen (z.B. bei einer Krise)
  • über spezielles Notfalltelefon Hilfe alarmieren
  • Licht anschalten bei Alpträumen
  • Bei Alpträumen wecken
  • Raum durchsuchen, ob da eine Person ist
  • Ausreden, um eine unangenehme Situation zu verlassen („mein Hund muss mal raus“)

 

Was ein PTBS-Assistenzhund noch so bewirkt:

  • hilft Einschränkungen im Alltag zu vermindern
  • ermöglicht es die Wohnung wieder zu verlassen
  • sorgt für mehr Bewegung
  • ist eine emotionale Stütze
  • eine rund um die Uhr Betreuung
  • gibt dem Leben einen Sinn und macht es lebenswerter
  • bringt Lebensqualität zurück

Ein PTBS-Assistenzhund ist einfach mehr als nur ein Familienhund oder ein Therapiehund. Seine Hilfe kann sehr gut mit den gelernten Skills aus der Therapie kombiniert werden.

Neben der medizinischen und psychotherapeutischen Behandlung ist die Hilfe, die ein PTBS-Hund leistet, durch nichts und niemanden zu ersetzen!